Ich hatte von Samstag auf Sonntag in einem Hotel in der Nähe von Mannheim übernachtet und deshalb nur eine kurze Anreise. Der Club, den ich zum ersten Mal besuchte, gefiel mir auf Anhieb: Gute Beleuchtung, schöne wenn auch etwas langsame Tische und eine angenehme Atmosphäre.

Mein erstes Gruppenspiel lief ganz gut, im zweiten Frame war sogar eine etwas glückliche 32er Clearance drinnen. Doch schon das zweite Spiel erinnerte mich wieder an meine momentane kleine Formschwäche. Schlecht gespielt, 0:2 verloren und wieder nur Gruppenzweiter.

Egal, es wird schon besser werden....dachte ich. Falsch gedacht, im Achtelfinale wartete mal wieder der Snookerspezi aus Freiburg und somit meine Mitfahrgelegenheit (nochmals Danke an dieser Stelle). Da er aber auch schlecht drauf war, konnte ich klar mit 2:0 gewinnen.

Im Viertelfinale hatte ich dann zugegebenermaßen einen relativ leichten Gegner, den ich nach 1:0 und 1:1 noch mit 2:1 in einem klaren dritten Frame durch vorher nicht gezeigte Nervenstärke bezwingen konnte.

Doch im Halbfinale war dann mal wieder Schluss, denn da wartete der im wahrsten Sinne des Wortes (ca. 1.95m) große Spielverderber, Sascha Lippe. Ich hatte  keine Motivation und Selbstvertrauen mehr, da ich das Wochenende über schlecht gespielt hatte und so kam es wie es so oder so gekommen wäre: gnadenloses "Auf-dem-Stuhl-rum-gesitze". Snooker wollte ich zwar erst später im TV gucken, jetzt hatte ich halt schon früher ne 20 Minuten Vorführung, wobei ich auch mal 2,3 Safetys spielen durfte (die allerdings mal so gar nix gebracht haben). Hinterher die Hand schütteln und ein paar nette Worte sagen war an diesem Match dann wohl am anstrengensten. Naja, der Junge kann halt auch ein bisschen was ;-)

Fazit: Schlecht gespielt, Ergebnis dagegen gut. 63 € Preisgeld und eine Erfahrung reicher, das ist in Ordnung (zugegebenermaßen, das Geld hat mich im ersten Moment mehr gefreut, da ich so meine Kosten zum Großteil decken konnte ;-).