Noch unter der Woche trainierte Florian sehr gut und fühlte sich daher am Morgen des Turniers in Top-Verfassung. Doch der mit 22 Teilnehmern besetzte Wettbewerb sollte sich für ihn als Euphoriebremse nach den zuletzt guten Leistungen  herausstellen.

Das erste von zwei Gruppenmatches fing noch gut an, direkt in der zweiten Aufnahme ein Break im mittleren Bereich mit 28 Punkten. Doch kurze Zeit später passierte das Unglaubliche: Florians Gegner, ein, wie sich später herausstellte, bereits guter Bekannter in der Snookerszene, versuchte immer wieder durch unnötige und endlose Diskussionen die konzentrierte Atmosphäre und somit das Spiel zu zerstören und das obwohl er hoffnungslos hinten lag. Florian gewann das Match zwar noch mit 2:0, spielte aber absolut entnervt und hatte auch nicht die Kraft im zweiten Gruppenmatch zurückzukommen. Der nun stärkere Gegner hatte leichtes Spiel und gewann mit 2:0. Trotzdem qualifizierte sich Florian als Gruppenzweiter noch für das Achtelfinale, traf dort aber ausgerechnet auf Peter Wagner, den dreimaligen deutschen Meister. Dieser ließ unserm Snookersüchtigen wie erwartet keinen Chance.

Alles in allem ist es schade, dass es selbst im Snookersport immer wieder schwarze Schafe gibt, die einem den Spaß am Spiel verderben. Allerdings musste sich Florian eingestehen, dass er mit etwas mehr Erfahrung diese Sache auch hätte wegstecken können.