Berichte

Florian qualifizierte sich als Gruppenzweiter mit guten Leistungen und einem Break von 30 zwar noch für die nächste Runde, traf dort dann aber mit Thomas Moser auf einen starken Gegner.

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Unser Zug nach Bühl fuhr am Donnerstag morgen gegen kurz vor acht, was schon einmal voraussetzte, dass wir so früh schon wach waren *gähn!!*. Von dort aus nahm uns Michael Eheim mit dem Auto mit nach Fürth, wo wir am frühen Mittag um ca. 13 Uhr ankamen und uns den Fürther Snooker-Club anschauten, indem die Tische leider schon von der Turnierleitung gesperrt waren.

Danach hieß es für Florian und Michael erst einmal einchecken im Hotel. Für mich allerdings nicht, weil ich bei meinem Cousin in einem Dorf in der Nähe schlafen konnte, aber ich begleitete die beiden natürlich.

Gegen Nachmittag standen dann die ersten Gruppenspiele an. Der Ortenberger Peter Wagner gewann seine ersten beiden Spiele ohne Mühe klar mit 2:0. Am Freitag sorgte er aber mit einem 2:0 Sieg über den Maintourspieler Mat Selt für eine große Überraschung und beendete die Gruppenphase als erster. In diesem Spiel schoss er auch ein Break von 60 Punkten.

Michael Eheim hatte schon etwas mehr Mühe ins Turnier zu finden. Seine ersten beiden Partien wurden jeweils beim Stande von 1:1 abgebrochen, da sie das für sie vorgesehene Zeitlimit von 50 Minuten überschritten. Diese wurden spät in der Nacht nach allen anderen Partien des Tages zu Ende gespielt. Michael konnte sich beide Male zum Endstand von 2:1 retten. Sein drittes und letztes Spiel verlor er gegen James Lethbetter (oder so ähnlich;-) und beendete seine Gruppe somit als Zweiter.

Florian durfte erst am Freitag ins Turniergeschehen eingreifen, aber dann gleich morgens früh um 9 gegen Lasse Münstermann, einen der besten Spieler die Deutschland je hervorgebracht hat. Vor diesem Spiel war sogar ich ziemlich nervös. Es fand, wie alle Spiele der in den Gruppen als erste gesetzten, in der Stadthalle statt. Und als ob dies nicht schon genug gewesen wäre auch noch auf Tisch 1 vor dem größten Publikum und mit Kamera über dem Tisch. Anstoß von Florian, eigentlich safe, aber trotzdem lochte Lasse Münstermann eine „Halbchance“ und noch einige weitere Kugeln, bis er nach 28 Punkten keine Fortsetzung fand und mit einer Safety ausstieg. Er ließ Florian eine „lange Rote“ liegen und die lochte dieser auch unter großem Applaus. Er schaffte es immerhin 14 Punkte in Folge zu machen, aber das reichte natürlich nicht um Lasse Münstermann zu verunsichern, dieser schoss nach einem Safetyfehler Florians eine 54 und beendete damit den ersten Frame. Im zweiten Frame konnte unser Snookersüchtiger gleich zu Beginn wieder eine schwere Rote über den ganzen Tisch lochen um mit Hilfe von Schwarz mit 8 Punkten in Führung zu gehen. Aber dann folgte wieder ein höheres Break von seinem Gegner. Da half ihm dann auch das lochen von Rot in Verbindung mit Grün nicht mehr viel, da Lasse das Match mit einem weiteren Break beendete. Aber ich denke man kann schon sagen, dass sich Florian in diesem Spiel sehr gut geschlagen hat.

In seinem zweiten Spiel traf er, dieses Mal im Club, auf den nicht wirklich schlechter einzuschätzenden Ernst Seckes, der uns schon als „einer der besten Locher Deutschlands“ von Bedri Saciri (ein Bekannter aus dem Karlsruher Snookerclub) beschrieben wurde. Zurecht wie wir bald erfahren mussten. Er ballerte ohne viel nachzudenken drauf los, unter anderem eine 56, bis es dann etwa 75:0 stand. Im zweiten Frame hatte Florian zwar ein paar Chancen mehr, aber zum Gewinn reichten diese nicht aus. Endstand wie zu erwarten 2:0.

Sein dritter Gegner hieß Christoph Heimerl und war uns bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt gewesen. Im ersten Frame schien Florian noch geschockt vom Spiel davor und verlor diesen klar gegen seinen doch recht solide spielenden Gegner. Nach einigen aufbauenden Worten meinerseits ging der zweite Frame für uns besser los. Florian ging nach einer 17 und einer 13 mit 30 Punkten in Führung. Aber dann wurde er etwas hecktisch, bis nur noch die Farben ab Grün auf dem Tisch lagen und sein Gegner für den Framegewinn alle Kugeln bis einschließlich Pink benötigte. Er lochte Grün und Braun nach einem fehlgeschlagenen Lochversuch Florians. Danach verschoss er Blau auf die Ecktasche und stellte dabei perfekt auf Pink. Blau rollte langsam über den Tisch und in die diagonal gegenüberliegende Ecktasche hinein. Pink, Frame und Match. 2:0. Bitter aber wahr.

Am Freitagabend war dann die Playersparty auf 20 Uhr angesetzt. Wir als Spieler oder Spielerbegleitung hatten natürlich Karten. Dort ging es dann recht locker zu, es gab ein feines Buffet und FREIBIER (!). Die ganzen Profis waren sich nicht zu schade mit uns anzustoßen oder Fotos zu machen. Es gab auch noch ein Unterhaltungsprogramm mit Trickshots usw... Manche Profis hatten gerade nichts besseres zu tun als Alkohol zu konsumieren und hatten deshalb zu dieser späten Stunde tatsächlich noch das Bedürfnis sich auf dem Tisch liegend Bälle aus dem Mund stoßen zu lassen (zum besseren Verständnis das Bild links mit Steven Lee in der Hauptrolle).

 

Zusammengefasst: Das Bier floss reichlich, die Stimmung war sehr gut und angenehm J.

 

 

 

 

 

 

 

Wir mit Mathew Stevens beim Trinken ;-)       .....und auch mit Ian McCollouch.......

 

 

 

In unserer Mitte Berry Pinches                             Michael und Flo mit Mark King

 

 

 

Samstag wurde Michael Eheim noch einmal an den Tisch gebeten um gegen den Maintourspieler Fergal O’Brien anzutreten. Dieses Spiel ging wie zu erwarten mit 2:0 zu Ungunsten des Bühlers aus. Kurze Zeit später durfte auch Peter Wagner sein Match in der Runde der Letzten 64 spielen, welches er nach einigen Komplikationen gegen einen deutlich unterlegenen Gegner mit 3:1 gewann. Aber gegen David Roe, einen Profi, auf den er in der nächsten Runde stieß konnte er sich nicht durchsetzten. Es war zwar relativ knapp in beiden Frames und Peter war auch mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden, aber der Endstand war 2:0 für Roe.

Dann hieß es für alle 4 zuschauen. Was aber auch sehr interessant sein kann ;-) Wir verfolgen Samstag und Sonntag so viele Spiele wie wir konnten, bis dann schlussendlich mit Michael Holt ein Sieger feststand. Auch sonst hat es sich gelohnt herzukommen. Wir haben viele neue Bekanntschaften machen können, Flo hat sich einen neuen Queue gekauft und wir hatten denk ich alle viel Spaß. Es war für mich auf jeden Fall ein sehr schönes Wochenende, auch wenn ich lieber mitgespielt hätte, aber vielleicht habe ich ja nächstes Jahr mehr Glück.

 

Viele Grüße
Paul